wer das Sagen hat, muss frei reden können

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Trump Trump Trump

Gepostet am 10. Februar 2017 um 14:05 Comments Kommentare (0)

die ganze Welt der Aktualitätenmacher trampelt auf diesem Thema herum, diesem vulgären Komiker.  Ich werde doch nicht meine Fassungslosigkeit hinter Kommentaren dazu verbergen. Was hilft es sich darüber zu freuen, dass die Lügen kurze Beine haben, wenn diese so flink über die Erdoberfäche rennen, dass die Verfolger zurückbleiben und sie auch keine Wahrheit haben., die sie hinter dem Monstrum herrufen könnten, dass es zu Fall kommt. Es stolpert noch nicht einmal, nein es ist sinnlos, die Sprachlosigkeit, die die größte ist, zu vertuschen.  Schweigen sag ich, schweigt ihr, die ihr an dem Thema reich zu werden wünscht. Der Präsident ist ein Lump, der Schimpf ist schon verwelkt, bevor man ihn in eine Vase stecken kann. Die Gefahr ist groß und die Retter sind an derselben Seuche erkrankt, die jene Gefahr herauf gebracht hat. Der Film ist nicht zu bremsen und steckt dauernd neue Zuschauer an. Jetzt im Augenblick werden den Demokratien die Schuhe ausgezogen, barfuß lässt sich die Wegstrecke voller Stacheln und scharfer Steine aber kaum bewältigen. Sagen die einen, die anderen klagen. Denn religiöse Führer und Begründer neuer Religionen schlagen sich überall die Köpfe ein, dass man sagen kann: die Völker werden von einer neuen Weltangst heimgesucht. Ich ziehe mich an den Waldrand meiner Existenz zurück. Etwas bang, aber um mich abzulenken, lege ich alte Platten auf mit den Sprüchen und Sketschen klassischer Komiker aus der Vorzeit. Vielleicht überlebe ich den Schlamassel, vielleicht werde ich abgeholt ins Komparsenlager der neuen Filmgewaltigen. Man ist nie sicher. Noch ist es still hier. Gestern Nacht hat der Wolf ein Reh gerissen, unweit von meiner Haustier. Aber der Förster sagt, der Vorfall habe statistisch kaum eine Bedeutung. Auch im Wildbestand käme es immer wieder zu Kollateralschäden. Das dürfe man keineswegs überbewerten.

Würselen oder ein anderer alter Inhalt

Gepostet am 31. Januar 2017 um 0:45 Comments Kommentare (1)

Man mag von dem neuen Schulz ja halten was man will. Eines steht fest: Er kann verdammt viel schuften, sagt er klar, um für den einfachen Mann, die Aldi-Kassiererin und den hart arbeitenden Bäckermeister um die Ecke, die Altenpflegerin, - kurz für die ganz normalen Leute, die mit ihrer täglichen Arbeit unser Land tragen, anständige soziale Politik zu machen. Er will Bundeskanzler werden und die soziale Gerechtigkeit in der Tradition von August Bebel, Kurt Schumacher und Willy Brandt wieder einführen und herstellen. Es muss Schluss sein mit der neoliberalen Abzockerei der Managertypen, die für ihr Versagen, mit dem sie unser Land in den Abgrund führen, auch noch Boni bekommen. Das alles sagt er in einer schlichten klaren Sprache, die das Volk endlich wieder kapiert, da quatscht ihm die etablierte, blasierte Anne Will, die in ihrem Leben sicher noch nie beinhart gearbeitet hat, mit Bedenken dazwischen wie: Aber er habe ja gar kein Abitur und sei bisher bloß Bürgermeister von Würselen gewesen, wie soll das denn gehen, sie müsse ihn deshalb fragen, wie auch der Spiegel, das bekannte Revolverblatt, sich gefragt habe: Ob er nicht an Selbstüberschätzung leide? Also fragt man so unanständig einen Mann, der soeben kundtut, mit welchem Mut und welch absolut fester Entschlossenheit er sein neues Amt antreten wird, um Bundeskanzler von Deutschland zu werden? Das ist doch obszön, das muss er sich doch nicht gefallen lassen. Aber Schulz verliert seine Beherrschung nicht. Er weist die unverschämt dreisten Fragen der Creditlady Anne mit einfachen Worten zurück, ohne aus der Haut zu fahren. Die Bosse in der ARD-Chefetage werden feixend gejubelt haben, die Anne, ihre gute Anne kann zubeißen, die geht ran, wo ein Günter Jauch allenfalls bübisch gegrinst hätte. Die Banker in der VIP Lounge und die Jungmanager vieler Startup- Läden in Deutschland werden den Kopf geschüttelt haben über das Kartoffeldeutsche des Schulzschen Auftritts: Völlig uncool, dieser Mann will ja auch zurück in die Vergangenheit der Kernseife und des verklemmten, völlig ungeilen Büstenhalters. Die Abgehängten aber, auch die einfachen Bürger der ehemaligen DDR, werden aufgehört haben, endlich spricht einer wieder so ähnlich wie sie , sodass sie ihn verstehen können. Er redet nicht von Differenzieren, man muss differenzieren in der Digitalisierung und die Komplexität reduzieren, und all so n Quark, was soll das denn, das ganze Gebrabbel überhaupt ? Fragt sich der Malocher und die Lidverkäuferin schon lange. Dahinter verbergen sich doch bloß die abgehobenen Schnösel und Managertypen bei VW und den Banken: hör mir doch uff. Der Schulz hat ganz recht. Wenn der Schulz das durchhält, könnte er nicht der Angela, wohl aber der AFD noch gefährlich werden. Er will auch zurück zum Anstand in Deutschland, zu mehr Polizei und starken Gewerkschaften, aber mit einem ganz anderen alten Inhalt.

2017 -Jahr der miserablen Redner

Gepostet am 1. Januar 2017 um 7:30 Comments Kommentare (0)

das kommende Jahr wird voller Geschrei, öffentlicher Rüpeleien, der Verleumdungen und Falke-Nachrichten werden, denn es ist leider ein Wahljahr. Das Pöbeln hat sich -siehe Trump- bezahlt gemacht. RTL richtet seinen „heißen Stuhl“ wieder neu ein, wo sich die Kontrahenten dann erneut anbrüllen können. Reden als Volksbelustigung wird wieder hochaktuell. Die CDU wird die alten staubtrockenen Phrasen wiederholen und sich als seriöse Kraft darstellen, die SPD wird auf ihren sozialen Kalauern herum reiten, die Linken werden den Superreichen den Kampf ansagen, wenn nicht sogar den Krieg erklären. Die Grünen werden wieder vor Moral triefen und ihr politisches Utopia mit ihrem Gefühlsparfüm verkaufen wollen. Nur die AFD wird klobig wie je ein deutscher Normalo auftreten, im altvorderem Sakko versteht sich, und die alten Redensarten von der Kirche im Dorf, von der nationalen Souveränität wieder erwecken. Auch nichts Neues, aber klarer und deutlicher in der Aussprache. Eine alte deutsche Tugend: Karten auf den Tisch, Klartext bitteschön. Welch bittersüße Erinnerung.

Ja, aber wo bleibt denn da die Komplexität rufen die anderen unisono dagegen, das ist nicht zu einfach, die Welt wird immer komplexer, einfache Lösungen sind Tricks der Rattenfänger. Usw. In diesem Drahtverhau der völlig entgleisenden Rhetorik, mit der die einen Nebelkerzen werfen, die sie Differenzierung nennen, und die die anderen als altbewährte Hausmannskost servieren, in dieser verhunzten Sprachwelt wäre guter Rat dringend notwendig. Doch wer will ihn schon? Die Politisch Korrekten? Die Genderistenmafia, die von der Sprachschändung profitieren will, die Lyriker der Traditionalistenvereine mit ihrem Rollback-Pathos? Die Wissenschaftsschwätzer aus der Soziologie und Psychologie? Rhetorisch wird es ein heilloses Jahr werden, für diese Vorhersage muss ich keine Prophetenmaske aufziehen, es ist offensichtlich. Und wir Rhetorikfachleute sind den Sprachbanausen natürlich viel zu teuer.

 

Die Populismuskeule ist ein Bumerang

Gepostet am 17. Dezember 2016 um 19:00 Comments Kommentare (0)

Die jetzt mit dem Vorwurf des Populismus auf andere eindreschen, werden bald merken, dass die Keule auf sie zurückschlägt. Der Populismus erscheint als die Signatur der Epoche und ergreift allmählich alle, vor allem die Grünen und Linken mit ihrer Gesinnungspolitik dürften sich vom Fluch des Populismus, der sie von Anbeginn still begleitete, nicht mehr befreien können. Sie sind die wahrhaft Antimodernen, die sich samt ihren ideologischen Scheuklappen aus dem 19. Jahrhundert in ihrer Phrasenwelt verstiegen. Aber auch die Technokraten der sozialen und christlichen Parteien werden aus ihrem pseudowissenschaftlichen Kauderwelsch heraustreten, in ihren Rettungsschirmen auf dem Boden ankommen und wieder in deutscher Sprache erklären müssen, warum sie den Banken Milliarden verschafften, während sie den Eigenen, dem arbeitenden Volk, die harte Tugend der Sparsamkeit abverlangten. Das Gezeter wir ziemlich populistisch klingen. Aber vielleicht kommen ja aus den Algorithmen bald neue Hoffnungszeichen.

Was das Volk will und braucht

Gepostet am 15. Dezember 2016 um 1:15 Comments Kommentare (0)

Das Volk will in der Politik hin und wieder eine Schlägerei sehen, eine Rudelbildung sagt man im Fußball, dann geht es echt zu. Nicht sich gegenseitig in Hinterzimmern die Posten zuschieben, das findet das Volk ekelhaft. Das Volk liebt Schlägereien, wie die zwischen Willy Brandt und Kohl, oder Strauß und Jutta Ditfurth, die hat damals eine aufs Maul gekriegt. Deshalb die AFD, die sagen es wenigstens wieder mal. Reinigende Luft. .Auch in der Kultur, wenn der Reich Ranicki ein paar Schriftsteller abstrafte und verprügelte. Da kam jedes Mal Stimmung auf. Da ging der passionierte Nichtleser am nächsten Tag in eine Buchhandlung, wo er normalerweise nie hinging und bestellte für seine Enkelin einen der Schmöker, den der literarische Kampfhund ausnahmsweise lobte. Da war wieder Ruhe und Gerechtigkeit im Karton. Das fehlt heute doch total.

 

das schwatzhafte Fernsehen

Gepostet am 26. November 2016 um 8:15 Comments Kommentare (0)

Das ZDF ist bekanntlich eine Art Stadelmuseum geworden, wo vor allem die Alten ihre Heimat finden. Kein Wunder, dass darin deshalb die Schwatzhaftigkeit zum Markenkern und der nette Herr Lanz der wahre Zeremonienmeister geworden ist. Neulich, hörte ich, soll in seiner beliebten Salbaderstunde ein Korrespondent aus Algerien zu Gast gewesen sein, der eindringlich vor der Islamisierung Europas gewarnt hat. Oh Jammer. Er wisse, wovon er rede, denn er habe in Algerien das Schlimmste diesbezüglich erlebt. Der Prozess beginne damit, dass man auf den Trick hereinfalle und naiv zwischen den Begriffen Islam und Islamismus unterscheiden wolle. Es sei aber dasselbe. Der brave, sagenumwobene Muslim kenne diesen Unterschied gewiss nicht, wenn es ernst werde. Denn letztlich verbinde ihn, wenn es soweit und die Islamisierung Europas vollzogen werde, im Namen Allahs immer noch mehr mit jedem Islamisten, auch wenn dieser gewalttätig werde, als mit dem säkularen Westler, der ja vor keiner Vulgarisierung der Sitten zurückschrecke. Diese Art von Freiheit, wie das genannt und firmiert werde, sagen sich die Muslime hätten sie, so normal und friedlich sie sicher stets seien, aber noch nie überzeugt. Diese unsere Freiheit kennten und schätzen sie nicht, sagte der Korrespondent, kannte kein Pardon und malte rücksichtslos den Leibhaftigen an alle vier Studiowände. Es muss sehr turbulent zugegangen sein in der Salbaderstube. Lanz sei sofort wortreich wie immer auf seine guten Erfahrungen mit Muslimen, auch im Ausland, ins Schwärmen gekommen und fürchtete sehr, dass seine ZDF-Steckenpferde der Toleranz und der Gutmenschlichkeit aus dem Schaufenster fielen. Er brachte seine Sendung zügig, aber mit einiger Not über die Runde, der er wie gewohnt überschwänglich dankte und er fing sich schließlich wieder, indem er sogar dem skandalösen Korrespondenten Schirmbeck noch einmal sein notorisches Bonmot zuwarf: „schön dass Sie bei uns waren“. Aber es ist wahr, sagte er später in der ZDF- Cafeteria zu seinem Freund und Intendanten Thomas Bellut, ich war in Sorge, denn ich sag es mal so: die alte Quote ist ängstlich genug, da sagt man sich doch, wir können den Zustand nicht auch noch schüren. Bellut stimmte ihm zu: Jaja, Sie kommen eh schwer genug durch ihre letzten Nächte. Morgen wissen wir mehr, wenn wir die genaue Quote kennen und ob sie dran geblieben ist. Trotz Schirmbeck, dem Islamhasser. Dass der so ist, wusste ich gar nicht.

test2

Gepostet am 21. November 2016 um 9:20 Comments Kommentare (0)

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Test

Gepostet am 21. November 2016 um 9:15 Comments Kommentare (0)

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Trumpmoden fluten die Ratlosigkeit

Gepostet am 13. November 2016 um 9:45 Comments Kommentare (0)

Jedes Mal wenn eine Ausnahmesituation entsteht, die Welt überrascht wird durch einen Terrorakt, eine Hochwasserkatastrophe, einen Trumpsieg, die Medienmafia aufheult und jubelt, fällt unsere politische Klasse aus der Rolle und babbelt einfach weiter ihre Leerformeln herunter. Die Litanei volltönender Ratlosigkeit hebt an. Ihr gesamtes Herrschaftswissen, ihre geballte Intelligenz hilft ihnen auf keine Spur. Es fehlt ihnen nicht an technokratischen Devisen dabei, es fehlt ihnen eben an Geist. Aber das ahnen sie nicht, denn die Funktionseliten halten ihre Intelligenz für Geist. Die Differenz kennen sie nicht. Sie haben doch allerlei Qualifikationen erworben, sagen sie sich. Ich erinnere mich, wie sie bei Ronald Reagans Machtantritt den Cowboy dämonisierten, was sie bei Nixon Böses unkten, prophezeiten, er wird die Atombombe zünden, ja sogar bei Gorbatschow entblödete sich ein Helmut Kohl nicht und erkannte in ihm einen Wiedergänger des teuflischen Goebbels. Sie lernen einfach nichts aus ihrer oft schon demonstrierten Halt-und Ratlosigkeit. Das schafft übrigens diesen Vertrauensverlust gegenüber diesen bloßen Funktionsträgern. Sie halten nicht für ein paar Augenblicke inne und schweigen, sondern schmeißen ihren Phrasenmotor sofort wieder an und greifen zu den gröbsten Sprüchen und Keulen, als könnten diese ihre geistige Armut verbergen. Welcher Niveauunterschied trennt sie vom Vatikan, der Trump flugs gratulierte mit dem Wunsch, Gott möge ihn erleuchten. Solcher Wunsch erfüllt augenblicklich die Sinn-Leere und schafft für Stunden und Tage reine Besinnung. Ganz abgesehen davon, dass sie eine objektive Ironie begleitet, die wie Balsam auf die Erschütterung ist.

Die Tugenwächter sind prüde, das Volk nicht

Gepostet am 12. November 2016 um 4:05 Comments Kommentare (0)


 

Die grün-liberale Sprachpolizei hat ihre Prüderie zu weit getrieben, das lehrt der vulgäre Trump, der gegen die Vorschiften der Moralwächter grob verstieß, deren Tabus bewusst und lustvoll verletzte. Das wird auch bei uns Schule machen. Denn die Luft der Sprachverriegelungen ist zu miefig geworden. Warum muss ich, wenn ich alle meine, jedes Mal Weiblein und Männlein extra benennen: Sportlerinnen und Sportler, warum nicht einfach Sportfreunde? Ach ja, dann müssen die Freundinnen, nein Schluss mit diesen Krämpfen.

Das Korsett, was man sagen und wie man es nur sagen darf, ist viel zu eng geworden. Spottverse, Flüche, anstößige Umbenennungen, Witze, Invektiven gehören in jede lebendige Sprachlandschaft,- siehe z.B. Sprach-Gründervater Luther. In diesem lingualen Soziotop gibt es alle Arten von Behausungen, vornehme, edle, schöne, aber auch Spelunken, Höhlen und Absteigen und man sollte nicht versuchen, alle diese Räume in Erziehungsheime umzugestalten. Denn dann kommt es dort bei Ausgangsverboten und allzu strengen Maßnahmen zu krassen Rebellionen, wie man sie soeben in Amerika sehen konnte. Die Leute haben die politisch korrekten Zwangsverordnungen satt. Sie lassen sich lieber Sexisten und Rassisten nennen, als sich zu Moralwächtern umerziehen.

 


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