wer das Sagen hat, muss frei reden können

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Supermänner auf kleinen Fü??en

Gepostet am 4. April 2018 um 10:30 Comments Kommentare (0)

Zufällig sah ich heute, weil man die Zeitung ja immer in der Mitte geknickt aus dem Laden trägt, zuerst den untersten Rand des Fotos, auf dem die zwei mächtigen Männer, Chinas Xi und der Zwergriese aus Norkorea zu sehen sind. Ganz unten rücken die monströsen Supermänner wieder in den rein menschlichen Maßstab zurück. Sie haben beide ziemlich kleine Füße und der Nordkoreaner hat einen miserablen Schneider, seine Hose ist viel zu lang , sie verbirgt fast seine kleinen Treterchen. Ganz unten sieht man eben oft genauer,was ganz oben gespielt werden soll.

Freiheit in Krähwinkel

Gepostet am 5. September 2017 um 5:20 Comments Kommentare (0)

Es ist schon bemerkenswert, dass in einer freien Gesellschaft, deren Massen-Medien dauernd behaupten : man sei frei wie nie, weltoffen, tolerant, aufgeklärt und modern, kein ungezwungenes Gespräch zwischen zwei erfahrenen Politikern möglich sein soll. Ohne Zensur, Moderation, Betreuung, ohne Käfighaltung in den sog. Medien-Formaten. Als könnten die beiden nicht allein und selbst zu ihren Fragen und unterschiedlichen Lösungen, die ihnen vorschweben, kommen. Als müssten Journalisten ihnen beim Denken und Formulieren helfen. Als brauchten sie dringend, im vorgeschützten Interesse des Publikums, den pädagogischen Hebammen- und Wächterdienst der Medienmannequins, die ihr Wissen, - übrigens: die Souffleure im Hintergrund sind gut vernehmlich,- weniger aus der realen Politik, als aus den Zeitungen und ihren Schlagworten beziehen. So kommen dabei immer nur die abgeschmackten Sprachregelungen und die üblichen Phrasen heraus, die jeden neugierigen Menschen einschläfern und alles Interesse an Politik verlieren lassen. Die flotten Worthülsenjongleure produzieren so selbst die Politikverdrossenheit, die sie wortreich das ganze Jahr über beklagen und sie ahnen es anscheinend nicht, dass das, was bei dieser Medienbetreuung herauskommt, das genaue Gegenteil von Gedanken-und Redefreiheit ist. "Sire, geben Sie Gedankenfreiheit", lässt Schiller den Maquis von Posa sagen. Diese Forderung ist angesichts der herrschenden Medienzensur hochbrisant.

 

Lesen und Verlesen

Gepostet am 8. August 2017 um 8:40 Comments Kommentare (0)

Lesen ist eine Kunst, die geübt sein will. Das Wort verlesen hat im Deutschen zwei Bedeutungen. Man verliest eine Botschaft, das heißt man liest sie öffentlich vor, oder man verliest sich, man liest falsch. Letzteres geschah in einigen Fällen, die eklatant wurden. Im Fall  Günter Schabowskis führte seine Verlesung des ungenau formulierten offiziellen Schriftstücks zum Glücksfall eines ganzen Volkes, das daraufhin den eisernen Vorhang überwinden konnte. Im Fall der Regensburger Rede des Papstes Benedikt aber kam es aufgrund einer des Lesens und Verstehens unfähigen Presse, die ein herausgehobenes historisches Zitat, das er verlas, nicht von der eigentlichen Rede zu unterscheiden wusste, zu einem schäbigen Rufmord an dem obersten Kirchenmann. Bei einer ganz anderen Gelegenheit verlas der Präsident Jenninger sein Redemanuskript so misstönend, dass er dabei wie ein übler Nazisprecher erschienen ist. Als unmittelbar anschließend an den rhetorischen Unfall der damalige Vorsitzende der Juden Ignaz Bubis den Text prüfte, fand er daran alles moralisch äußerst korrekt. Jenninger hatte also seine vielen Worte nur völlig ungeschickt und inkorrekt abgelesen und betont. Er musste gehen und zum Botschafterposten beim heiligen Stuhl in Rom hinweg befördert werden. Ein drittes Unglück betraf den Satiriker Salman Rushdie, dessen Roman „satanische Verse“ ihn das Todesurteil durch die iranischen Mullahs kostete, dem er mit Mühe, seine Übersetzer aber leider nicht entgehen konnten. Im sog. Bildungsland Deutschland hat sich bis heute eine ganze Regie sonst sehr redseliger Literaturkritiker zu feige erwiesen, die Fehllektüre richtig zu stellen. Das Buch steht seither in vielen Bibliotheken wie Gift versteckt irgendwo in den Regalen. Lesen ist eine hochriskante Sache geworden heute, wenn einige mächtige Analphabeten und Despoten ein Buch für ihre sadistischen Gelüste missbrauchen wollen und die Welt der Gebildeten in Todesangst rasch ihren Kopf einzieht. Man könnte fortfahren mit der bewusst gelenkten Fehllektüre und Verleumdung Thilo Sarrazins . Er konnte sich kommerziell zwar in die Kundschaft eines alternativen millionenstarken Mainstreams für Deutschland retten, politische Fans, die seine Bücher nun mit Verve propagandistisch nutzen dürfen. Vorläufig und sehr zum Schaden des Autors. Aber wer von den liberalen Bildungsschwaflern hätte den Mut, den Autor öffentlich zu rehabilitieren? Der jüngste Fall einer öffentlich gewordenen Leseschwäche ist der fatalste. Ich meine die tragische Geschichte des Historikers Sieferle. Er nahm sich voriges Jahr das Leben und hinterließ einen letzten Text (Finis Germania) , der sicher kein einfacher ist. Der ausgelegt und gedeutet sein will. Der schrille Wahrheiten und Irrtümer enthält, der das Unsagbare, auch das - ob vorder-oder auch hintergründig?- Skandalöse zu sagen wagt. Jedenfalls gebietet es die Pietät, dem Text mit Anstrengung und Ernsthaftigkeit zu begegnen. Doch was geschieht stattdessen? Eine ganze ruchlose Pressemeute- darunter scheinbar ehrbare Namen bislang- gibt sich nicht die geringste Mühe, blättert den Text nur durch, findet einige Stichworte, die dem Zeitgeist widersprechen und verleumdet den Mann nach seinem Tode, schlägt unverdrossen zu und schreibt sich bei Lichte ins berufliche Aus. Es ist schier unsäglich. Denn nur wer beweist, dass er weder lesen kann, noch will, was da steht, kann so bösartig in den Text braune und antisemtische Stellen hineinlesen, die darin tatsächlich nicht zu finden sind. Die Kritiker des Buches disqualifizierten und blamierten sich, der Schreiber und sein Text aber werden überleben und ihre gerechte, angemessene und kontroverse Lektüre noch erfahren. –

Das alles geschieht in einem Land, in dem täglich zahllose Politiker unbedarft und ungebildet von Bildung daherreden,- dabei stets diese mit Ausbildung verwechselnd,- und wo die Leseschwächen so verbreitet sind, dass es zum Fürchten ist. Jüngst haben einige Abiturientinnen auf die Umfrage, ob sie wissen, wer Heine war, verblüfft aber kichernd geantwortet: ja sie glaubten, Beethoven oder Goethe und so. Das fand der Sender, der das brachte, so witzig, wie die Verwechslung einiger Kartei-und Post-Christen, die Jesus für den Weihnachtsmann halten, der jedes Jahr Geschenke für die Kinder bring

 

Philosophie

Gepostet am 21. Juli 2017 um 13:35 Comments Kommentare (0)

Die Sprache Schlüssel des Denkens

Alles, was wir tun, sagen, wie wir uns verhalten und meinen, was wir meinen, ist sprachlich vermittelt. Auf die Sprache , die Fülle der darin archivierten Weisheit und Erfahrung, hören, das heißt, Ursprung und Quelle aller Erkenntnisse aufzusuchen. Der gedankliche Reichtum der Vergangenheit sowohl, als die Möglichkeiten der Zukunft offenbaren sich dem, der sie befragt und auf sie hört. Oder sollte man genauer sagen: horcht und lauscht? Diese Erkenntnis, die ich in der Sprachphilosophie von Humboldt bis Wittgenstein, in der Sprachschule von Goethe bis Kafka studieren durfte, bildet die Grundlage meines Weltverständnisses . Auch die besten wund wunderreichsten Bilder, die wir haben, zum Beispiel das Selbstbildnis Dürers, kamen aus dem Sprachfundus der Bibel und wirken auf die glückende Rede zurück, in der die Metaphern nicht schief geraten, sondern für anschaulichste Klarheit sorgen.

Die deutsche Sprache, gründlich und richtig verstanden, klingt schön, bis unergründlich schön. Sie kennt sehr viele Bedeutungen und Nuancen und hat eine grammatische Architektur, die mit der Logik oft übereinstimmt, diese aber auch übertrifft und transzendiert, um –ja, ab hier hört man und erfährt man mehr, als zu sagen ist.

Die beste Rede, das tiefste Gespräch, die reifste Reflexion und Selbstreflexion, sie sind vom Schweigen grundiert und erfüllt, das von der Grenze herkommt, die Ludwig Wittgenstein mit dem scheinbar simplen Satz ausgesprochen hat: „Worüber man nicht reden kann, muss man schweigen.“ Das Diktum ist mehrdeutig, zumal wenn man weiß, dass es auch Wittgenstein war, der den alten Begriff der Wahrheit neu bestimmte, indem er sagte, sie existiert nur innerhalb der Möglichkeit von wahren Sätzen. Ich denke, die psychologische Wissenschaft hat dieses Diktum innerhalb ihrer Terminologien noch gar nicht verstanden.

 

Sprechmoden

Gepostet am 8. Juli 2017 um 4:45 Comments Kommentare (1)

Die deutschen Sprecher leiden inzwischen an einer Überlastung der Sprache durch maßlosen Gebrauch der Superlative und Phrasenverstärker. Das Gefühl, die Sprache sei nicht kräftig genug, dem Engagement wichtiger Einzelner Nachdruck zu verleihen, kommt wohl aus der amerikanischen Popkultur, wo die Übertreibung zur schamlosen Regel missraten ist. So verliert das schlichte Wort „Ja“ allmählich seinen verbindlichen Klang, wenn jemand etwa nur behaupten will, es sei wahr, was er sage. Ein ja genügt ihnen nicht länger. Auf die Frage zum Beispiel, ob er den Golfsport schätze, genügt dem Befragten nicht mehr ein Ja, nein, sofort ersetzt er es oder schmückt das Ja mit einem bombastischen Ornat, indem er antwortet: „definitiv“, das ist definitiv so. Das scheint sehr viel mehr herzumachen, als das simple, bescheidene Ja. Und wem das auch noch nicht genügt, der stapelt den Schmuck mit dem modischen „absolut“ nochmal höher hinauf. Das absolut- Wort verdrängt das Ja oft schon ganz, es ist übrig, ein Magerwort für die älteren und unbedeutenden Leute, die noch nie in den Medien waren.

Ähnliches geschieht zur Verstärkung und Übergewichtung der Adjektive wie: gut, schön, freundlich.. Geglückt, bestens, famos sind eh fast ganz aus dem Rennen verschwunden und man setzt jetzt oftmals auf die Steigerung „supergut“, „superschön“ „supergeil“ usf. Vielleicht wird das gemeine Ohr eines Tages dieses fettsüchtigen Sprachgebrauchs überdrüssig und es kommt zu Sprechdiäten, um das Deutsche wieder zu verschlanken und einer Reihe von verdienten Adjektiven sowie auch das helle, einfache Wörtchen ja wieder zu Ehren zu bringen.

 

 

Altbackene SPD

Gepostet am 26. Juni 2017 um 10:00 Comments Kommentare (0)

Die Erzväter sind nicht mehr hinieden und die flotten Teeneis verjüngen auch nichts. Der Kontrast zwischen dem Kampfgeist des Martin Schulz mit seinen schweißgetränkten Durchhalteparolen und dem frivolen Charme Gerd Schröders in der Manier des postmodernen Pharmavertreters hätte größer nicht ausfallen können. Gerds Venceremos kam wie eine nostalgisch verblühte Pointe aus dem Leihhaus. Beider Reden hatten nichts von einer Brücke, sondern glichen eher dem Waffelbruch edler Traditionsphrasen, die eine in die Jahre gekommene Partei mit frisch polierten alten Souvenirs und Ehrennadeln ausschmücken sollten. Zeitgemäß war an der Selbstinszenierung der SPD gar nichts, alles Recycling. Auch die vollmundige Jungmutter Manuela Schwesig riss niemand von den Bänken. Man glaubte ihr kein Wort, weil sie kein Sopran ist und jeder ihrer Töne viel zu hoch angesetzt war, gerade auch der ihres Kampfes gegen rechts. Nein , man nahm ihr die Unschuld nicht ab, mit der sie aus Erfahrungen sprechen wollte, die sie nicht hat, ihr nur wieder ein untalentierter Coach ins Manuskript hinein geschrieben hatte. So attraktiv und jung sie erscheint, sie überrascht niemand mehr. Zum Glück hatte sie den großväterlichen Aufpasser Hubertus Heil neben sich, der dafür sorgen wird, dass kein ideologisches Kind wie sie in den sanierten Alt-Brunnen stürzen wird.

Die Phrase "uns geht es gut"

Gepostet am 24. Juni 2017 um 10:45 Comments Kommentare (0)

"uns geht es gut"ist deshalb eine üble Phrase, weil damit nur ein oberes Drittel gemeint ist, das tatsächlich in einem privilegierten Zustand gut und teilweise auch im Luxus lebt. Ein zweites Drittel hat ihr Auskommen, über das es oft auch klagt, weil ihm die Stabilität seiner äußeren Existenz nicht felsenfest genug erscheint. Man weiß ja nie, doch man ist nicht unsicher, aber wäre gern noch viel sicherer. Das meint der Spruch: "nach oben ist noch viel Luft". Das betrifft die Beamtenschaft, den Mittelstand im allgemeinen und die freien gut bezahlten Berufe. Das untere Drittel aber besteht aus Leuten, die der Dichter Hofmannsthal einst mit der Verszeile verklärte: "Manche freilich müssen drunten sterben." Das "freilich" ist pikant. Auf sie, diese Vielen grauen Manchen trifft der Bundesschlager "uns geht es so gut wie noch nie" ganz und gar nicht zu. Wie muss es ihnen zumute sein, wenn sie die euphemistische Phrase hören? Und sie ertönt ja sehr oft. In jeder Tonart: von jovial bis verbissen. Um uns schert sich keiner, werden sie klagen, wir sind ihnen, diesen ewigen Siegern der Geschichte( eine alte DDR-Phrase) weniger wert, als die Fremden und Migranten. Die kriegen Zuwendung, Empathie und jede Menge Aufmerskamkeit in den Medien. Über sie werden sogar Filme gedreht und Bücher geschrieben. Die mangelnde Solidarität mit den "eigenen" Unglücklichen und Unzufriedenen, wird sich noch rächen, die Rhetoriker stehen schon ante Portas, die mit jenem verdammten Drittel ihre Deals machen wird. Das ist absehbar, und die weltoffene Gesellschaft ist nur ein Hort der Ignoranz, wenn sie die latente Gefahr nicht bald wahrnimmt. . . :

Das Deutsche

Gepostet am 8. Juni 2017 um 0:15 Comments Kommentare (1)

Wir sagen im Deutschen „das Deutsche“ und meinen damit die deutsche Sprache, also den Wesenskern der Nation. Dass das nicht so bleiben wird, wurde mir bewusst, als mir der Wisch, die Anweisung des baden württembergischen Kultusministeriums an die Deutschlehrer unter die Augen kam. Darin stand, dass die Lehrer künftig nicht mehr so streng auf die formalen Regeln achten sollten. Es käme vor allem auf den Inhalt an, den die Schüler bedenken und beschreiben sollten. Die Grammatik sei zweitrangig. Als wäre je ein bestimmter Inhalt ohne genaue Sprachgebung zustande gekommen. Es war klar, es ging um die Integration, die Vorrang haben und durch die Grammatik nicht behindert werden soll. Der Inhalt war gemeint, wie ihn Claudia Roth in ihren unsäglichen Reden auch schon immer als ihren großen Vorzug jenen anderen –hauptsächlich- Männern gegenüber stellte, die stets bloß formales Zeug im Kopf hätten. „Uns Grünen geht es ja um Inhalte“ schrillt es mir noch in den Ohren. Dahin, ins fehlerhafte Deutsche geht die Reise und man sieht die Folgen inzwischen überall. Die Genderfreaks bemächtigen sich der Regeln und manipulieren sie willkürlich und nach ihren politischen Interessen. An der Universität Wien, erzählte der Philosoph Liessmann, werden Arbeiten, die das Binnen-I nicht berücksichtigen, schlechter benotet. Und der Staat zeigt sich gefügig und gibt dem Unsinn nach. Wenn aber die Sprache zerstört wird, prophezeite uns Konfuzius 500 Jahre vor Christus, folgen die Auflösungen der Ordnung in Justiz, Politik und der ganzen Kultur flugs nach. Wer will das, warum wehren sich die Dichter, Kritiker und Autoren nicht laut und vernehmlich dagegen? Fürchten sie Nachteile bei den Medienverkäufern? Oder sehen sie ihr Gebiet auch schon als ein spezielles der Minderheitenrechte an?

Sprechmoden

Gepostet am 3. Juni 2017 um 19:00 Comments Kommentare (0)

Es gibt Formulierungen und Sprechmoden, die unverhofft auftauchen, dann immer häufiger gebraucht werden und doch ist nie zu ergründen, woher der Unsinn in die Satzform kam, wer ihn als erster im Umlauf brachte. Man versteht ihn scheinbar und doch, sieht man zum Beispiel die Formulierung genauer an:

„Wir müssen uns ein Stück weit ehrlich machen.“

stutzt man, ertappt man sich dabei, eine hässliche Kröte zu schlucken und das Absurde zu rechtfertigen bzw. zu bagatellisieren, statt ihm standhaft zu widersprechen.

Denn was soll das heißen? Gibt es Ehrlichkeit jetzt zum Stückpreis? Bedeutet Ehrlichkeit nicht: sooft wie möglich zu versuchen, ganz und gar ehrlich zu sein? Wie könnte man es sich erlauben, nur ein Stück weit ehrlich zu sein, also zu herabgesetztem Preis bloß ehrlich sein zu wollen? Etwa nur am Wochenende oder nur ein-zweimal im Jahr? Und was sucht denn das Machen dabei? Man kann ja alles Mögliche machen, Schuhe zum Beispiel, oder den Versuch, etwas besser zu machen. Aber Ehrlichkeit machen? Nein. Unmöglich. Sich ehrlich machen? Das widerspricht jedem Sinn des Ehrlichseins. Redlich zu sein. Was man ist oder nicht ist, dafür kann man nichts oder man fühlt sich verantwortlich dafür. Man kann vielleicht sogar aus sich etwas machen, wie auch oft gesagt wird, oder sich nicht viel aus sich machen, aber auch das ist eher dem Gerede verwandt als der Rede. Einer Rückbesinnung auf die Bedeutungslehre. Nein, man kann sich keineswegs ein Stück weit ehrlich machen. So unredlich ist nicht zu reden. Das ist eine Lüge. Die Formulierung kann nur heißen, man soll ehrlich sein. Sich oder anderen nichts vormachen. Dazu gibt es keine Alternative. Oder man lügt eben gleich, aus den verschiedensten Gründen. Um sich keine Blöße zu geben, um sich einen Vorteil zu verschaffen und ähnliches. Halbe Lügen spielen große Rollen, natürlich, kommen andauernd vor. . Eine halbe oder stückweise Ehrlichkeit jedoch gibt es nicht. Da ist nichts dran zu drehen, auch nichts zu machen.

 

2 Lanzen für Herrn Lanz

Gepostet am 1. Juni 2017 um 3:25 Comments Kommentare (0)

Wer möchte bezweifeln, dass der Herr Lanz ein sehr hübscher Kerl ist. Doch wirklich niemand. Junge Menschen, die sich für eine homosexuelle Veranlagung entscheiden, werden ihn sogar als männliche Schönheit verehren und ihn sich, wie mein Jahrgang früher die Brigitte Bardot, übers Bett hängen. . Er ist der geborene Oberkellner fürs Fernsehen und bemuttert seine Gäste so vorbildlich, als hielte er gerade wieder einen Lehrgang für Empathie ab, dabei zugleich und wie im Schlafe jederzeit eine win-win Situation herstellend. Nicht selten erinnert er mich sogar an talentierte Frisöre, die in ihrer Freizeit neben Elvis und Sinatra auch sehr viel Verdi singen. Der Lanz kann kann Vieles, doch manchmal denkt er einfach viel zu viel und dringt bis in die politischen Formate Frau Merkels vor. Da wird’s dann schwierig, weil dann fällt er in seiner investigativen Art im Stile Frau Maischbergers seinen Gästen oft ins Wort und verletzt seinen eigenen, in Wahrheit sehr netten Markenkern. Das müsste ihm mal einer sagen, um seinen Übereifer im Meinungsvertreten etwas zu bremsen. Oder will er sich bei den Fernsehoberen damit klammheimlich als Moderator für den Presseclub oder die Tagesthemen empfehlen? Denkbar ist vieles heute. Die schlichte Frau Schavan ist ja sogar Botschafterin am heiligen Stuhl geworden. Lanz muss schließlich trotz seiner gepflegten Frisur auch ans Altern denken. Das ist ja im Fernsehen, ähnlich wie beim Fußball, ein großes Problem…. .


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