wer das Sagen hat, muss frei reden können

wer das Sagen hat, muss frei reden können

27.5. 2015 - Witz, Witze, Witzigkeit? Der Witz sollte nicht nur zündend sein, sondern der ganze Text, der Redner selbst sollte witzig sein. Was tut nun der Redner, der Unternehmer, der sich äußern will, wenn er gar nicht witzig ist? Gar nicht witzig sein will? Sich bei einer aktuellen Witzagentur schnell einen guten Witz bestellen? Dazu am besten einen Couch, mit dem sich die Präsentation des Witzes gut einstudieren ließe? Gewiss, ohne Coaching schwingen heute nur die puren Laien noch Phrasen und Reden. Andererseits sieht man immer genauer, wer den falschen Coach hat.


26.5. Meine Meinung für alle anderen

7 FIFA-Bonzen haben sie gestern früh in einem Luxushotel am Zürichsee festgenommen. Der Sepp Blatter war wieder nicht dabei, er entkam vermutlich durch eine Geheimtür der Polizei. Den Fußballfan wirft das nicht um, er wusste immer schon, dass die da oben, was willste da noch sagen, hör mir auf. Drecksäcke, klar. Jeder weiß überhaupt, dass die da oben überall Schweinehunde.  Drum gehen die Leute doch nicht mehr wählen. Das ist doch klar, jetzt sogar die Merkel, die so lange als anständig galt, als eiserne Jungfrau aus Osten schön bescheiden, nicht besonders prickelnd die Dame, aber mit Bodenhaftung. Aber auch sie macht gemeine Sachen mit den Amis unter einer Decke, sagt nichts dagegen, dass man uns ausspäht, uns arme kleine Leute. Natürlich, wir ziehen immer die Arschkarte, egal ob in der Diktatur oder im Westen jetzt mit der Demokratie, sagen die jetzt alle im Osten. Die sind ja auch nicht ganz doof. Nicht?



30.8. 2014  Neu Russland- eine ganz neue Masche in der Weltgeschichte . Putin hat dem Land, das er gerade mit ungewöhnlichen Methoden erobert, gestern einen neuen Namen gegeben. Die Ostukraine heißt jetzt nach seinem Willen: Neu- Russland.


Wie soll da der arme Steinmeier noch argumentieren?

Kann er sagen: aber Herr Putin, Sie sehen das doch falsch, die Kiewer Regierung kämpft für eine Demokratie und einen Rechtsstaat nach westlichem Muster. Dafür hat sie die Stimmen des Volkes erhalten und handelt deshalb völlig legitim und keineswegs faschistisch, wie Sie meinen. . Sie verwechseln da etwas, das Völkerrecht haben doch Sie gebrochen, Herr Putin, außerdem haben Sie uns die letzten Monaten immerzu angelogen.. HALT! nein, das Wort Lüge darf er als Chefdiplomat natürlich niemals sagen. Das vergiftete sofort die Atmosphäre. Aber was soll er nun tun, unser Steinmeier, der sich so bemühte bisher, alle diplomatischen Kanäle immerzu offen zu halten.

Hat er überhaupt noch einen Trumpf in der Hinterhand, kann Siemens helfen, die deutsche Bank oder Mercedes mit großzügigen Geldspenden oder neuen auf den russischen Kunden maßgeschneiderten Wirtschaftsstrategien? Fragen über Fragen, die Politik scheint völlig hilflos, sprachlos, ohne Hemd und Konzept dazustehen.






Jürgen Trittin

Er lobt sich gerne selbst,er tritt gerne nach, er versteckt sein Ich immerzu politisch korrekt in einem Wir, er geht Gegner gerne von der Seite an: Jürgen Trittin, Vorzeigefigur der Grünen, dessen Grinsen eine Behaglichkeit erreicht hat, die seine linken Touren bei weitem an Provokationskraft übertrifft.
Als Redner ist er langweilig, immerzu rechthaberisch, und sprachlich hat er, wie die meistens seiner Freunde, nur Fastfood Deutsch zur Verfügung. Doch trägt ihn, an den man sich gewöhnt hat, wie an den Bohlen von der Schlagerbranche, ernährt, stützt und trägt ihn die Partei. Ohne diese wäre er jetzt vielleicht Durchschnittsbeamter irgendwo im öffentlichen Dienst, gut abgesichert zwar, aber kein Hahn krähte mehr nach ihm. Anders als Joschka hat er nicht das Talent zum Medienzampano. Er kann überhaupt nicht locker plaudern, er formuliert immerzu nur Bürosätze, darin dem Stoiber verwandt. Trittins Meisterschaft besteht im häufigen Abgeben von gesinnungspolitischen Statements zu populistischen Themen mit grinsender Gesichtsmaske.

Weil er gern zündelt, aber nicht das Zeug hat zum Medienstar, und dort in den Studios nur trocken und laut sein kann, vertraut ihm sein grüner Weiberrat.

Der Jürgen ist zwar ein Mann, heißt es dort, aber er hebt nicht ab. Er sehnt sich nach keinem Porsche, er raucht nicht und zu Sexskandalen neigt er ebenfalls nicht.

Bei seiner Partei, den Grünen, geht nichts mehr ohne ihn, aber er besteht nicht darauf, das groß an eine Glocke zu hängen.

Ist er bescheiden also? Nein, er steht vor dem letzten Machtsprungversuch seiner Karriere. Erreicht er ein Ministeramt, dann werden wir ihn verwandelt erleben. Denn am Ziel benimmt sich der Mensch gerne anders, als auf den Durststrecken dorthin.




Optimistische Sprachspiele


Die volle Realität, die unsre totale Konzentration verlangt- das sind die Arbeitsbedingungen bis zum burn out, - so reden die Leute von heute gerne,es muss alles möglichst dick aufgetragen werden, damit es die totale Aufmerksamkeit erreicht. Es? Ja das gierige Getier.

Heute sagte einer, man müsse sich ehrlich machen. So wie es, wenn es keinen Sinn hat, dennoch ein solcher gemacht werden kann. Oder er macht sich gleich selbst, der Sinn. Man muss das Problem ja nicht lösen, aber umgehen können mit ihm. Das natürlich schon, dass Nachhaltigkeit, möglichst viel Nachhaltigkeit dabei herausspringe, wie früher immer nur Gewinn und Verlust.

Wir müssen uns für die Sprachveränderungen, die uns täglich ins Haus stehen, einfach ehrlich machen. Die Dinge von mehreren Seiten anschauen, auch wenn sie nur zwei haben sollten. Denn man muss heute schon differenzieren. Denn nur mit einer optimalen Kommunikation zwischen Verbrauchern und Lebensmittelriesen, die in der Realwirtschaft und im Internet stattfindet, können wir die Märkte transparenter machen. Dazu müssen die anderen aber endlich den Gürtel enger schnallen, wie wir seit Jahrhunderten den Gürtel enger gestalten, zusammen mit den Tarifpartnern. Das ist natürlich alles ungeheuer komplex, sodass immer wieder Schlupflöcher entstehen, in denen mafiose Strukturen aufgebaut werden können, zugegeben, das ist wohl auch klar. Wir leben in keinem heiligen Land. Wir haben aber unsere Kontrollbehörden angewiesen, die Sicherheitsgesetze strikt anzuwenden, und außerdem eine totale Videoüberwachung für unsere Lebensmittelindustrie angeordnet. Wir tun alles, aber wir müssen auch in Zukunft mit allem rechnen.

Es gibt noch viele dunkle Stellen in der Kommunikation und auch im Internet, an denen arbeiten wir, aber ob die Welt je in hellstem Lichterglanze erstrahlen wird, das können wir heute noch nicht definitiv versprechen. Leider, aber das muss man wissen.





„ Die Inszenierungen der Gegenwart sind nicht lügnerisch, sondern spielerisch; sie täuschen nicht, sondern wollen gestalten; sie sind eine unserer Kultur eigentümliche Form von Wirklichkeit."

Gerhard Schulze

„ Die Kulissen  des Glücks"


Demokratie in Donau verankern


das Bild ist eigentlich unbrauchbar, denn Demokratie ist nichts Sächliches, weder Schiff noch sonst etwas, das sich binden und festhalten ließe. Aber unser Zampano der Lokalzeitung hat es eben mit den Zügen und den Schiffen, vermutlich auch deshalb, weil er hier allzu fest im Sattel klebt, aus dem er wohl nie mehr herauskommen kann und darum viel vom Reisen träumt. Entweder müssen bei ihm die Weichen ständig neu gestellt werden, in Politik Sozialamt oder wo immer , oder die Signale müssen anders gesetzt werden oder alle Kunst besteht darin, den Zug fünf vor zwölf noch zu erwischen. Ähnlich steht es mit den Ankern. Was er nicht schon alles verankert hat in seinen Leitartikeln? Vom Sport bis zum Mutterhilfswerk, bis zum Gender - Umdenkungskongress musste alles verankert werden bzw. die Anker mussten als Signal zum Aufbruch gelichtet werden sogar.

Er hat eben einen enormen Bilderverbrauch. Aber nicht nur er, auch unser Ministerpräsident Kretschmann, der gestern erst in Ulm weilte und zur Feierlichkeit der Donauländer auf dem roten Teppich von Trachtlergruppen aus dem Balkan artig umrahmt wurde, wie man sagt. Er meinte doch immerhin: Diese Initiative in Ulm mache aus der Region ein „Kompetenzzentrum in Sachen Donauländer“. Ja so wörtlich: In Sachen? Der Finanzbürgermeister, der am Schlagzeug der City-Bruzzler, - oder wie sie heißen - saß, soll daraufhin einen spontanen Tusch ausgegeben haben. Aha, auch Krestche denkt vermutlich schon an Verankerung des Balkans in der Politik Baden Württembergs? Kompetenz ist ein neues Allerweltswort, das jeder Gratler um die Ecke billig und billigend für sich in Kauf nehmen darf. Ist ja nichts dabei, Kompetenz nur eben. Und Kretschmanns Redenschreiber wollte sich nicht allzu arg verkopfen für die Region Donau-Iler. Dort wäre man mehr als froh, vom Ministerpräsident Kompetenz zugesprochen zu bekommen, wann wäre das vormals je geschehen? Und wie recht er doch hatte. Überall heute auf dem Markt schnatterten sie von diesem Kompetenzzentrum, das auch der Gemüsehändler in seiner Bretterbude fest für sich verankern konnte. Auch die bayrische Regierungstante, zuständig für Europa mitten in Bayern , erzählte solch Nettes und Schmeichelhaftes, das man hier in Ulm besorge und serviere, nämlich eine neue Identität der Donauregion. Ja mei.

Sauber,sag ich. Kompetenz, Identität, Anker, ja wer möchte da noch dazwischen reden, da ist doch jeder einfach platt für ein ganzes weiteres Jahr. Denn nächstes Jahr gibt’s bestimmt wieder neue, fangfrische Phrasen für die Region.





Hoch fokussiert

"hoch fokussiert", ja das gibt es, so beschrieb ein Fußballprofessor die deutsche Mannschaft, die jetzt sogar wie die Spanier spielen könnte. Sie müsse eben die Laufwege des Gegners zustellen, den Regisseur der Italiener im Auge behalten, dass er keine Torchancen aus der Tiefe des Mittelfeldes generieren könne. Die deutsche Mannschaft müsse auf Ballbesitz, Ballkontrolle setzen und dann blitzschnell in die Schnittstellen hineinpassen, wo die technisch versierten Spitzen-Stürmer sofort und direkt das Tor suchten.
Enorm diese Fußballerspeech, bei jeder Meisterschaft kommen neuen Ausdrücke ins Spiel. Waren es zu Berti Vogts Zeit noch die Räume, die man eng machen müsse, so sind es heute eher die Laufwege und die Automatismen, die eintrainiert werden. Außerdem verständen es die Deutschen, das Spiel breit zu machen.

Tja, man lernt nie aus in der Fußballersprache, sie ist innovativ, und man muss stets am Ball bleiben, sonst läuft das Spiel glatt total an einem vorbei.

Redlichkeit

Sie ist die Substanz der Rede, das Gold. Nicht die Wahrheit, die keiner kennt. Redlichkeit wird in der Erfahrung des Schweigens gewonnen, sie kommt aus dem Schweigen.

George Steiner,  der Rhetor aus Oxbridge

man erlebt das zu selten, einen Redner vom Format George Steiners. Die Zuhörer sind hingerissen, er spürt das und erzählt ab da zusätzlich eine Geschichte nach der anderen, verknüpft sie wieder mit seiner Hauptaussage und nach 90 Minuten finden es alle  jammerschade, dass er schon aufhört .

Man möchte "Zugabe" rufen,aber das schickt sich hier nicht im Schillermuseum zu Marbach, das geht nur im Theater.

Die Tugend der brevitas ist die größte des guten Redners . Denn so lange er auch redet, es wird immer bedauerlich sein, daß er schon wieder aufhört.

4. Juni 2012

Linke Rhetorik-

Wenn man die beiden großen Reden der Linken Gysi und Lafontaine noch einmal genau studiert, werden zwei moralische Haltungen hinter den rhetorischen Künsten erkennbar. Gysi beklagt sich über die Herzlosigkeit und die mangelnden Umgangsformen in der Partei. Er hat, so beteuert es sein ganzer Auftritt, gewiss keine Vorurteile, er versteht Ost und West, er hat immer soldarische konstruktive Kritik an beiden Seiten geübt, wurde aber nie unfair. Doch der Hass und die üblen Nachreden, die jetzt von beiden Seiten an ihn herangetragen werden, sei nicht mehr erträglich. Er mahnt ein letztes Mal zur Fairness, andernfalls müsse man sich eben trennen. Geschickt wie einst Marc Anton Cäsar, so lobt Gregor Oskar, der unbestreitbare große Verdienste und eine ungeheure politische Professionalität besitze. Of course, Oskar is a honorable man.

Doch der Stil, hier sich brachial durchzusetzen und die Arbeit der Genossen im Osten herabzusetzen und abzuwerten, das sei doch wirklich unannehmbar. Er jonglierte seine Eindrücke und Leidensbeichte und verband sie mit letzten Appellen zur Solidarität und zur argumentativen Auseinandersetzung.

Lafontaine dagegen räumte ein, dass es überall menschele, auch auf der Linken, natürlich, aber bitte bloß keine Wehleidigkeiten. Wer wird denn da gleich von Spaltung reden. Auch er sei naturgemäß kein Heiliger, und obschon man im ganzen programmatisch auf Humanität und soziale Gerechtigkeit setze, stände es im eigenen konkreten Dasein damit nicht schon zum besten. Man habe oft große Probleme, seine Gefühle im Zaum zu halten, oft verstehe man sie selbst gar nicht und raste aus, sei grob und wie man eben nicht zu sein hätte. Dieses Bekenntnis hatte nichts Zerknirschtes, er verkaufte diese Selbstkritik eher als Realismus, als rohe Natur des politischen Geschäfts, wie es nun einmal ist; wozu hervorragend auch sein Tucho-Zitat am Ende passte. Mit dem Ketten-Hund( SPD) und dem Wolf( die Linke).

Nein, er kritisiert vor allem die Ungeschicklichkeit und die Provinzialität gewisser Genossen- aus dem Osten natürlich - die immerzu auf die Tricks der bürgerlichen Presse hereinfielen und so die Partei falsch und uneffektiv darstellten in der Öffentlichkeit.
Er formulierte weniger moralische Einsichten als die Genervtheit und Ungeduld eines Vollprofis, der sich immerzu von den Laien um ihn herum die Tour vermasseln lassen muss.

Dass man da gelegentlich grob und barsch wird, das ist nun auch kein Wunder. Beckenbauer würde an dieser Stelle sagen, Fußball ist kein Damenkränzchen, da wird schon mal hingelangt. Aber das verkneift sich Lafontaine natürlich. Zumal er neben sich seine Geliebte Sahra mit großartigen Charisma weiß, die er nicht einfach fördern darf, weil ihn eben zarte Bande mit der großen Führerin der Zukunft verbinden.

Es war ein bisschen urdeutsch -scheinheiliges Theater, das da aufgeführt wurde. Hier der diensteifrige, zermürbte Loki alias Gysi, der auf seinen eingeborenen Witz verzichten musste, und zum Zeichen, dass er es ganz bierernst meine, vom Blatt ablas, was er gewöhnlich nie tut. Dort der kämpferische Saar-Napoleon, der Vollprofi Oskar, der sich zurücknimmt und sagt, gut, ich geh ins zweite Glied, macht es gut, Genossen, aber mich bitte nicht länger verantwortlich,wenn ihre eure Laienspiele weiterhin aufführen wollt.

Es war klar, dieser rhetorsich brilliant inszenierte Scheinfriede wird nicht sehr lange halten.

Diese Botschaften kamen deutlich durch, für jeden, der ein Ohr für rhetorische Finessen hat. Das war vom Feinsten, eine Lektion in Sachen Beredsamkeit und ich dachte an die Bemerkung Talleyrands, der einmal sagte, die Sprache ist ein hervorragendes Mittel seine Gedanken in aller Öffentlichkeit wirksam vor seinen Gegnern zu verbergen.-

pz

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